Nach zwei ereignisreichen, aber auch erfolgreichen Spieltagen wurde im letzten Spieltag das Ziel klar definiert: diesmal von Beginn an den Sieg klarmachen. Dafür kam, bei allem Respekt, der Tabellenletzte Los Andes gerade recht. Ein erneut starker Kader und die Anwesenheit der „Kurve“ (mit Hopfengetränken versorgte Kampfmannschaftsspieler, die übrigens kurze Zeit davor dem Tabellenführer 3 Punkte entlockten) boten optimale Voraussetzungen für einen Sieg – und somit dem dritten in der Rückrunde und ein zweites 6-Punkte-Wochenende in Folge.
Schwächelnde Anfangsphase
Auf ein schnelles, schön herausgespieltes Tor in Kombination von Jonny, Luca und Simon (16.) folgten zwei rasche Gegentore, völlig unnötig und teilweise durch uns selbst verursacht. Doch wie man uns mittlerweile kennt, können wir mit Rückständen gut umgehen. Allerdings fühlte sich dieser Rückstand in diesem Spiel anders an als in den beiden vorangegangenen Partien – trotz schwächelnden Auftretens dominierten wir das Spiel weiterhin und waren individuell unserem Gegner doch überlegen. Der Rückstand erwies sich gewissermaßen als Weckruf: Wir kamen besser ins Spiel und sicherten uns durch eine Standardsituation das 2:2, erneut durch Simon (38.). Vor der Halbzeit gelang uns durch unseren aufgerückten Rechtsverteidiger Raphi der Führungstreffer, indem er mit Risiko ein sehenswertes Weitschusstor erzielte – Potenzial für eine Nominierung zum Tor des Jahres (43.)!
Dominanz und Chancenwucher
Mit 3:2 gingen wir in die Halbzeitpause, überzeugt, dass wir in der zweiten Hälfte unsere spät aufkommende Dominanz in weitere Treffer ummünzen würden, um möglichst schnell den Deckel draufzumachen. Etwa 10 Minuten nach Wiederanpfiff gelang uns genau dies, durch einen Doppelschlag: Ein Elfmetertor von Matthias (55.) und ein schön herausgespielter Konter, den Internetlegende und KM-Spieler Luca per Kopf vollendete (57.). Übrigens war dies bereits der vierte Scorerpunkt unseres „Alpenmessis“ Simon am rechten Flügel. Ein gut getretener Freistoß des Gegners brachte kurzzeitig das 3:5, uns jedoch nie in Gefahr, dass wir die Führung wieder abgaben. Zwar scheiterten wir in der Offensive vermehrt am Aluminium und stellenweise an uns selbst, doch sorgte Edeljoker Martin in gewohnter Gelassenheit für zwei weitere Treffer (78., 89.). Besonders sein erstes Tor ließ seine unnachahmliche Technik aufblitzen.
Historische Möglichkeit
Alles in allem – auch wenn ein höherer Sieg und etwas mehr Ruhe möglich gewesen wären – bleibt ein 7:3 ein 7:3, 3 Punkte sind 3 Punkte, und das 6-Punkte-Wochenende markiert einen sehr erfolgreichen USK-Spieltag. Während wir nun mit drei bzw. vier Siegen in Folge (wenn man das letzte Hinrundenspiel gegen Dynamo Donau berücksichtigt) von der Spitze der Rückrundentabelle lachen, wartet mit dem nächsten Gegner, Marswiese, ein absoluter Gradmesser. Übrigens: Sollten diese Kontrahenten am Donnerstag beim Tabellenführer Celtic Salmannsdorf nicht gewinnen, können wir mit einem Sieg Marswiese punktemäßig überholen! Dies hätte fast schon historische Ausmaße – vor anderthalb Jahren verloren wir noch mit 0:11 – und sollte als zusätzliche Motivation für den ersten Sieg gegen die Mannschaft aus Hernals dienen.
MW